Schlafmangel, Stress und zuletzt: Schule

Monatlich war ja nun quasi der Plan für die Artikel in meinem Blog, aber ich muss feststellen, dass momentan entweder Zeit oder Motivation fehlt. Aber gut, hier bin ich wieder!

Unterteilen werde ich meinen Artikel heute in die verschiedenen Freizeitbeschäftigungen, die sich in letzter Zeit so angesammelt haben. Meinen letzten Artikel beendete ich mit meiner Erzählung unseres Ranglistensystem in Badminton. Über die nächsten Wochen habe ich mich weiter hochgearbeitet sodass ich letzten Endes im ersten Team unserer Schule am Wettbewerb letzte Woche teilnehmen konnte. Dafür sind wir nach Rotorua gefahren und haben fast den gesamten Tag mit Spielen verbracht. Insgesamt sind wir mit zwei Teams aufgetaucht (erstes Team mit tendenziell höherer Leistung, zweites mit der niedrigeren) und unser erstes Team hat es in die nächste Runde geschafft. Somit sind wir im Finale der Bay of Plenty Badminton Championships – Bay of Plenty (kurz BOP) ist die Region zu der Taupo im Zusammenhang mit sportlichen Wettbewerben gehört. Infolge unseres anfänglichen Erfolgs gibt es nun auch zwei mal die Woche Training bis zum Finale nächsten Monat.

Mein Solostück in Drama habe ich – nach mehreren Wochen unverschuldeten Verzugs – gestern gehalten. Das ganze wurde hier natürlich auch gefilmt, immerhin möchte man ja mehrere Lehrer noch mal drübersehen lassen, sodass auch eine faire Benotung erreicht wird. Ich habe bereits mit meiner Lehrerin gesprochen und ich bekomme eine Kopie meines Stücks, jedoch darf ich es aufgrund von Copyright nicht ins Internet laden. Ein paar Kopien werde ich aber wohl in privatem in einem Paket nach Deutschland schicken können.
Was genau habe ich da gemacht? Es ging darum ein neuseeländisches Stück nachzuspielen; größtenteils hatten wir Stücke mit starkem Monologanteil und so habe ich mir die Rolle des Aaron Sebastian Jonathan Daly herausgesucht, ein Schwerverbrecher, der wegen Mordes verurteilt wurde. Im Verlauf des Stückes wird er immer wieder interviewt und gelangt über die Zeit zu der Erkenntnis, dass er tatsächlich der Mörder der jungen Frau war, auch wenn er dies zu beginn noch leugnete.

Zum Thema Production und Ballroom Dancing hat sich inzwischen auch einiges angesammelt. Mein Tanzen hält sich wohl im kleineren Rahmen, daher beginne ich damit. Über die letzten Wochen hatte ich konstant zweimal in der Woche meine Tanzlektionen; die Anzahl der Teilnehmer schwankte dabei der ganzen Zeit stark. Viel lässt sich darüber nicht berichten, außer, dass ich meine Tanzstunden vorerst einstellen musste, da die Production zuviel meiner Zeit und die Räumlichkeiten einnimmt.
Die Production kommt nun in die letzte Phase, da in zwei Wochen die Aufführung stattfinden wird. Letzte Woche kam nun auch die Pflanze an – vier kleine bis riesige Puppen, die in Little Shop of Horros den bösen Protagonisten darstellen. Nachdem wir beim hereinschleppen der größten Pflanze (gute 2 * 2 * 2m) erstmal den Mechanismus zerstört hatten, begann der Stress der Fehlersuche. Nach knappen zwei Stunden hatte ich den Fehler gefunden (letzten Endes war nur ein Gelenk aus der Halterung gehoben worden) und gleichzeitig Feuer für die riesige Puppe gefangen. Nach kurzem Gespräch mit der Leiterin der Production nehmen ich nun noch zusätzlich die Rolle des Puppenspielers für die größte Puppe ein, während Felix die kleineren bedient.
In der Production bin ich nun somit Choreographer und Assistent, Tänzer und Puppenspieler. Zusätzlich haben Felix und ich uns auch noch als Bühnenbildner zur Verfügung gestellt und damit lässt sich wohl gut begründen, warum ich momentan einen eindeutigen Zeitmangel habe.

Letzte Woche war in Neuseeland der ANZAC Day. Der ANZAC Day ist ein Gedenktag für sämtliche Kriegsopfer und Soldaten unserer Welt. Ursprünglich ging es hierbei um den ersten Weltkrieg, über die letzten Jahrzehnte hat es sich jedoch auf eine allgemeinere Basis ausgebreitet.
Die Student Executive (der Schülerrat, frei übersetzt) hatte hierbei in den offiziellen Schuluniformen (nicht dem grün-weißen Ding, sondern einem richtigen Anzug) aufzutauchen. In einzelnen Gruppen verschiedener Organisationen, Pfadfinder, Schulen, Vereine etc. ging es in einer Parade zum Vorhof des Great Lake Centres und dort wurden Reden zu Ehren der Soldaten gehalten. Militärisches Stillstehen war für mich an dieser Stelle äußerst ungewohnt und ich muss sagen, dass es unglaublich gut tut, nach einer Stunde militärischer Unbewegtheit wieder die Möglichkeit zu haben, die Knie zu beugen.
Einige Fotos davon lade ich noch in die Galerie.

Ich schätze ich habe soweit alles wichtige abgedeckt, was seit meinem letzten Eintrag passiert ist. Zeitlich schaffe ich es momentan einfach nicht, ein Video aus den ganzen Stunden an Matieral zusammenzuschneiden, ich sollte aber wohl noch einige Fotos des Autos machen können und sobald ich wieder zuhause bin – ich schreibe gerade von der Schule aus, Freistunde – die Bilder vom ANZAC Day hochladen.
Liebe Grüße,
Marco

Neuseeland und Theater – kein gutes Paar

Der monatliche Rhytmus scheint sich momentan wirklich einzubürgern, ich hoffe, ich kann das ganze in Zukunft aber doch etwas verkürzen.
Um an das Ende des letzten Artikels anzuknüpfen: ich habe hier unten endlich ein Auto gefunden! Es hat sich letztlich doch recht gezogen, aber letzte Woche Mittwoch bin ich dann mit Troy losgezogen, um meinen eigenen fahrbaren Untersatz abzuholen. Einige Wochen versuchten wir einen schnuckeligen kleinen Toyota oder Nissan als Kombi zu finden, bis Troy Montag letzter Woche den Vorschlag machte, nach einem Subaru Lancaster zu suchen. Bisher hatten wir nie Autos im direkten Umkreis von Taupo gefunden und nach dem Wechsel der Automarke hatten wir bereits unmittelbar ein Ergebnis: ein Lancaster direkt um die Ecke! Am nächsten Abend hin, angesehen, die Besitzer gebeten noch einen WOF draufzuhauen (quasi der neuseeländische TÜV) und am Mittwoch das Auto abgeholt.
Acht Monate nicht gefahren, vorher auch relativ wenig Fahrpraxis und dann direkt mal das Auto nach Hause bringen? Herzrasen gab es dabei schon, aber in Neuseeland Auto zu fahren ist soviel einfacher als auf deutschen Straßen! Die Straßen sind länger, gerader, breiter, übersichtlicher und wesentlich schilderärmer. Es macht wirklich Spaß hier zu fahren, auch wenn es mit der Erfahrung noch nicht so gut aussieht. Inzwischen kann ich dann auch recht entspannt fahren, nachdem Felix und ich am Wochenende erstmal einen Mini-Roadtrip über den nördlichen Bereich der Nordinsel machten. Hieße dementsprechend Taupo, Rotorua, Te Puke, Tauranga, etwas an der Küste entlang, Te Puke, Rotorua, Taupo. Viel angesehen haben wir zugegebenermaßen nicht, es war wohl mehr das Fahren selbst.
In Taupo angekommen ging es direkt zu einer Übernachtung bei Jay, den ganzen Abend im Indoor-Pool gehangen und Billard gespielt und am nächsten Mittag noch ganz entspannt das Wochenende genossen.

An dieser Stelle gehe ich zum Titel dieses Artikels über: Neuseeland und Theater. Kiwis haben generell nicht gerade den höchsten Anspruch in den Punkten Organisation, Pünktlichkeit und Struktur. Erschwerend hinzu kam dann noch die Kombination mit der Production, dem generellen Gebiet Theater, wo nochmal alles nicht ganz so genau geplant wird. Nach einigem hin und her in meiner Rolle als Specialist Dancer und einigen verpassten Treffen wegen schlechtem Informationsfluss, bin ich doch aus dieser Rolle ausgestiegen. Den Walzer-Abschnitt im Stück organisiere ich jedoch weiterhin und so habe ich mich in den letzten Wochen mehrfach mit den Tänzern der Production getroffen und bestmöglich Walzer beizubringen – die Resultate werden sich dann am Wochenende zeigen! Ich werde hier auf jeden Fall nochmal diesbezüglich Rückmeldung geben.

Wenn wir schon beim Walzer sind, leite ich weiter zu meinem Ballroom dancing program an der Schule. Inzwischen haben sich zwei Tage in der Woche herauskristallisiert, Montag nach der Schule und Donnerstag in der Mittagspause. Die ersten Treffen mit den regulären Gruppen waren letzte Woche – Zusammenfassung, 70 Leute angemeldet, knappe 30 erschienen. Das unterstreicht wohl noch einmal meinen Punkt der geringeren Ansprüche in Bezug auf einige Werte. Ich bin mir sicher, die absolute kurzfristige Verschiebung des Raumes am Montag hat dazu beigetragen und dieses Ereignis lässt sich wieder auf mangelnde Organisation und Zuverlässigkeit zurückführen. Mir scheint, ich lerne langsam die negativen Seiten der neuseeländischen Entspanntheit kennen.

Genug rumgestänkert, ich springe zeitlich ein wenig zurück zu dem “Wettbewerb”, von dem ich in meinem letzten Artikel sprach. Es stellte sich letzten Endes als eine Kulturveranstaltung im Great Lake Centre heraus, bei der Lirene – einem Mädchen, das dieses Jahr neu an die Schule kam – und ich eine kleine Gesellschaftstanz Choreographie aufführen sollten. Zeit dafür? Eine Woche! Felix hat das ganze gefilmt und dementsprechend werde ich bei nächster Gelegenheit einfach das Video unseres kurzen Auftrittes hochladen, aber ich denke für eine Woche haben wir uns gut geschlagen.

Zurück zu den ganzen Rollen an der Schule, muss ich jetzt hinzufügen, dass ich neben Marie – einer Klassenkameradin – zum Klassenrepräsentanten gewählt wurde. Meine Funktion ist hiermit die Repräsentanz meiner Klasse in der Versammlung des Jahr 13 und das Weitertragen von etwaigen Anträgen und Anliegen. Ein erstes Treffen hatten wir auch schon um Sekretär, Vorsitz und Repräsentanten des Jahres 13 in der Schulversammlung zu wählen. Meinen Namen habe ich an dieser Stelle hinter die Rolle des Sekretärs setzen lassen.
In der letzten Zeit hatte ich auch das erste Treffen mit meiner Mentorin. An neuseeländischen Schulen kann jeder Schüler im Jahr 13 einen der Lehrer, die sich für das Programm melden, als Mentor wählen. Die genaue Rolle, die dieser Lehrer für den Schüler einnimmt, wird von jedem selbst gewählt. Während der eine eine Person braucht, die ihm manchmal auf die Finger klopt, wenn er nicht genug arbeitet, kann der Mentor für einen anderen Schüler eher schon Seelensorger und Zuhörer sein. Es gibt natürlich noch weitere Möglichkeiten aber in meinem Fall habe ich mich für den ersten Punkt entschieden. Parallel hat mich meine Mentorin auch direkt eingeladen, mit ihnen in den Urlaub zu fahren. Sehen wir, was daraus wird!
Auch in den Urlaub eingeladen wurde ich von meinem Tutorlehrer (zur Auffrischung: Tutorkurse finden jeden morgen vor dem Unterricht statt und dienen der Organisation der einzelnen Klassen) eingeladen, mit ihm dieses Jahr auf die Südinsel zu fliegen. Auch hier muss ich erstmal abwarten, da wir noch keine konkreten Pläne haben. Zusammen gehen wir aber jetzt schon jeden Freitag Mountainbiken in Taupo und Umgebung.
In Drama gibt es jetzt erste konkrete Anläufe für das Solo-Stück, das wir alle nächsten Term aufführen müssen. Was mir vorher nicht gesagt wurde: ich soll wohl allen Ernstes versuchen, mein Stück mit Kiwiakzent zu sprechen… einer meiner Mitschüler wurde daher extra zu meinem “Akzent-Manager” ernannt. Ich halte das Unterfangen für recht hoffnungslos, ich werde ja noch nichtmal meinen deutschen Akzent los. Aber okay, ich lasse es auf mich zukommen.
Nebenbei habe ich noch Mittwoch nach der Schule mit Badminton angefangen. Was ich hier hervorheben möchte: wir haben eine Rangliste. Jeder unserer Spieler wird in diese Liste eingetragen und durch Herausforderungen untereinander wurde die anfängliche Reihenfolge bestimmt. Da ich erst später eingestiegen bin, muss ich natürlich unten anfangen. Das Hocharbeiten läuft hier recht linear: man kann immer von der Person eins unter dir herausgefordert werden und die Position des Spielers über dir anfechten. Wir hatten erst eine Stunde, drei Slots habe ich mich nach oben gearbeitet und nächste Woche hoffentlich noch weiter!

Unerwähnt möchte ich hier natürlich auch nicht die Hilfe von Sophie lassen. Sie ist eine österreichische Austauschschülerin bei uns an der Schule und hilft mir mit meinem Ballroom dancing. Danke auf jeden Fall dafür!

Ich hoffe, ich habe nichts wichtiges in den letzten Wochen ausgelassen. Sollte dem so sein, werde ich hoffentlich in einigen Tagen ergänzen können. Liebe Grüße und ein schönes Wochenende!

Stress und Stress und Spaß dabei!

Man merkt nach einiger Zeit schon, dass die Motivation zum Hinsetzen und Schreiben eines Blogartikels erst mal kommen muss. Je nachdem kann sich das auch ganz schön hinziehen, wenn man eh schon relativ wenig freie Zeit hat.
Aber gut, wofür sind Freistunden schließlich gut? Da kann man die Zeit ja auch mal konstruktiv nutzen. Was ist hier in letzter Zeit so passiert? Mehr, als ich erwartet hatte. Dieses Jahr scheint für mich schon einiges an Aktion bereitzuhalten und so hatte ich in der letzten Woche auch kaum eine freie Pause.

Woher das kommt? Okay, fangen wir mal mit der etwas längeren Liste an. Auf unserem Leadership Camp haben wir uns bereits für die ersten Committees eingetragen. In meinem Falle Kultur und Ball. Letzte Woche gab es das erste Treffen für das Ball Committee, verbunden mit der Wahl des Vorsitzenden. Dass ich letzten Endes neben einem anderen Mädel aus dem Committee gewählt werden würde, hatte ich eigentlich nicht erwartet. Zudem habe ich damit einen langjährigen Rekord gebrochen: erster Junge seit mindestens zwanzig Jahren im Vorsitz und so wie es aussieht parallel auch noch erster Gastschüler seit langem in dieser Position. Okay, ich war hier zwar noch auf keinem der Bälle, aber lass uns doch mal sehen, was sich daraus machen lässt.
Zum Thema Ball Committee kann ich direkt weiterleiten zum Ballroom dancing, dem Gesellschaftstanz. Dieses Jahr wollen sie hier zum ersten Mal richtigen Gesellschaftstanz beim Ball einführen und irgendjemand muss es ja beibringen. Von daher bin ich in den letzten Pausen nur von a nach b gerannt um Raum, Musik, freie Stunden etc. zu organisieren. Bisher habe ich dabei mindestens vierzig Freiwillige, Tendenz stark nach oben. Einmal in der Woche wird dabei wohl nicht reichen… Der Gesellschaftstanz muss dann natürlich auch noch mit der Production an der Schule koordiniert werden, daher direkt weiter zum nächsten Punkt:
Wir führen ans unserer Schule Little Shop of Horrors (Kleiner Laden des Schreckens) auf. Ursprünglich hatten Felix und ich uns gar nicht für eine Rolle beworben, doch unsere Dramalehrerin – die gleichzeitig die Verantwortliche für die Production ist – hat mich als Verantwortlichen für den Gesellschaftstanz-Part herangezogen, da sie jemanden braucht, der bei diesem Teil der Choreo hilft. Natürlich wollte sie mich dann gleich auch als Tänzer dabeihaben und da wir noch Jungs brauchten habe ich Felix mit in die Misere gezogen. Dass wir mit unserer Rolle auch gezwungen wären, mitzusingen, wurde uns erst hinterher mitgeteilt. In Folge dessen mussten wir uns dann mehrfach in Richtung Schule bewegen, um das Script durchzugehen, die Anfänge der ersten Tanzszene zu lernen usw. Der Witz dabei war natürlich, dass alle, die sich für eine Tänzer-Rolle beworben hatten, bereits einen großen Teil der Choreo kannten. Felix und ich kannten ihn gar nicht! Dementsprechend erst mal schlecht als recht versucht irgendwie die Schritte auf die Reihe zu kriegen ohne ineinander zu rennen – letzteres nur mit begrenztem Erfolg – um danach festzustellen, dass wir auch noch die einzigen Sänger im tiefen Bereich sind. Zu hochdeutsch: wir zwei haben quasi unsere eigene Stimme und müssen sehen, noch gegenüber den anderen gehört zu werden.

Überraschungen über Überraschungen. Nachdem dann mehrfach kurzfristige Termine für Production und Committee reinkamen, musste ich meine Tanzstunden für die anderen Schüler hier mehrfach umlegen, hin und her rennen, um alles zu organisieren und mir natürlich zusätzlich EPD aufhalsen. EPD – Enhanced Performance Dance (Fortgeschrittener Leistungstanz) – ist für mich ein zusätzliches Fach an der Schule, in dem ich sogar Credits – also quasi Noten und Punkte – sammeln werde. Dafür müssen Tänze und Choreos einstudiert und vorgeführt werden. Gut für mich: das Beibringen der Tänze für die anderen Schüler zählt als Choreo und dafür kriege ich wohl Credits. Ganz reicht das natürlich nicht, und so muss noch die ein oder andere eigene Aufführung hinzu. Glücklicherweise haben wir jetzt auch eine neue Austauschschülerin an der Schule, die einige Jahre zuhause getanzt hat. Die Verantwortliche für EPD an der Schule würfelte uns auch gleich mal zusammen und so werden wir jetzt Anfang März mit einer Tanz-Performance in einem Kunst Wettbewerb auftreten. Wir wissen dabei zwar noch nicht mal ob wir dafür Credits kriegen, klingt aber nach einiger spaßigen Gelegenheit.
Mit dem letzten genannten Tanz muss ich jetzt natürlich wieder Raum und Musik organisieren, dabei das ganze noch irgendwie mit Tanzstunden, Production und Committee unter einen Hut bringen und natürlich – das vergisst man ja schon beinahe – nebenher noch in der Schule glänzen. An Zeitvertreib (zumindest bis zum frühen Nachmittag) mangelt es mir definitiv nicht.

Habe ich irgendwas ausgelassen…? Ich glaube eigentlich nicht. Sonst kommen eher noch “Kleinigkeiten”, wie Gerenne für mein Correspondence Fach (Deutsch als Fernunterricht) und das Academic Committee (bisher noch nicht angelaufen). Bisher sah ja alles mehr nach Planung aus, daher mal weiter zum konkreten Bereich.
Morgen gebe ich nach der Schule meine erste Tanzstunde. Genauer werde ich die restlichen drei Nachmittage dieser Woche mit dieser Beschäftigung zu bringen und nächste Woche dann über Abstimmung zwei reguläre Termine finden, in denen die Kurse von da an laufen. Wünscht mir Glück dabei, dank Hannahs Motivation werde ich wohl auch eine Stunde davon aufnehmen.

Oh je, und mir fällt an dieser Stelle auf, dass ich meinen Geburtstag noch garnicht in meinem Blog erwähnt habe! Was lässt sich darüber sagen? Meinen Geburtstag habe ich dieses Jahr – wie schon Weihnachten – beim Wasserski gefeiert. Letzten Endes haben Felix und ich garnichts geplant und so schrieb mich Grace am morgen des genannten Tages an, mit dem Inhalt “Wir picken dich in fünf Minuten auf!”. Von da aus ging es somit nach Acacia Bay und ab auf den See. Videomaterial? Jap, vorhanden. Genug Action um ein Video zusammenzuschnibbeln? Oder wenigstens schöne Landschaft? Lässt sich drüber streiten, aber dieses Wochenende finde ich mit Glück genug Zeit, mich darum zu kümmern! Von daher, tretet mir mal in den Allerwertesten wenn ich nicht bis Sonntag Abend was gescheites auf die Reihe kriege.

Wie fühlt man sich in Neuseeland sonst so mit Volljährigkeit? Kaum verändert, der einzige Unterschied kommt von der nun begonnenen Autosuche. Ja, ich versuche ein Auto in Neuseeland zu kriegen. Dieses Land ist einfach zu weitläufig um nur mit dem Fahrrad von a nach b zu kommen. Es gibt dann natürlich noch so ein paar kleine Vorteile, wie ein eigener Bankaccount und – theoretisch – freiem Alkoholkonsum aber letztlich fühlt man sich nach einem weiteren abgeschlossenen Lebensjahr nicht weiser.

Mit dem letzten Absatz habe ich mal wieder die tausend Wörter-Marke geknackt, von daher mache ich hier erstmal Schluss, um es lesbar zu halten. Am Wochenende kommt zusammen mit dem Videozusammenschnitt ein neuer Eintrag, natürlich inklusive der Neugikeiten dieser Woche!
Eine schöne Woche an alle,
euer Kiwi.

Heute ist nicht alle Tage – ich komm wieder, keine Frage

Getreu dem Motto des Posts melde ich mich nun nach exakt einem Monat auch wieder mit einem richtigen Post!
Warum genau heute?
Einfach zu beantworten… entgegen meines üblichen abendlichen Ablaufes, sah ich mich heute dazu gewzungen, den Skatepark früher als geplant zu verlassen. Somit war ich etwa ein Stündchen früher als erwartet wieder zuhause und kann euch so diese Zeilen schreiben.

An dieser Stelle spiele ich kurz Moralapostel: Der Grund meiner frühen Heimkehr war ein unangenehmer Sturz, bei dem ich mir den Fuß verdreht habe. Dank Schonern gab es nichts schlimmeres und daher sei an dieser Stelle gesagt: SKATER, TRAGT SCHONER! Sieht doof aus? Dann legt ein paar Mücken mehr auf den Tisch und ihr findet sogar welche, die geil aussehen. In jedem Falle: es lohnt sich! Auch wenn ich nicht mit Sicherheit sagen kann, wie es ausgegangen wäre, so bin ich mir doch sicher, dass meine halbe linke Seite ohne Schutz jetzt zerkratzt wäre.

Nachdem dies gesagt ist, komme ich mal wieder zum normalen Geschehen zurück. Was hat sich im letzten Monat so ereignet?
Ich streiche mal die ganzen Nachmittage mit Kumpels beim Bouncen, Skaten, Feiern und was weiß ich nicht was. Die Geschichten dürften langsam einen Bart kriegen und viel darüber erzählen lässt sich auch nicht, dementsprechend steige ich direkt beim Schulbeginn ein.
Diesen Monat ging es für mich – endlich – wieder in die Schule. In dieser Kombination das Wort endlich einzubauen wäre mir früher sicherlich nicht in den Sinn gekommen, aber nach ungefähr 14 (?) Wochen Ferien schleicht sich eine Grundlethargie ein, die mir persönlich die Luft abdrückt. Aber auch trotz Schulstart ging es nicht wirklich direkt los: erstmal ging es für die erste Schulwoche (hier nur Mi-Fr) zum Leadership Camp (Führerschafts Zelten). Die Bezeichnung kommt von den Aktivitäten, denen wird dort nachgingen. Die gesamte Woche war dem Thema Führerschaft zugeordnet und so ging es darum, seine eigenen Fähigkeiten in diesem Gebiet zu entdecken. Von schulischer Seite wurde das mit der Wahl der house leader (Hausführer) und des Head Students (Schülerführers) (zugegeben, auf englisch klingt das besser und weniger vorbelastet) begründet, denn diese erfolgen teils im Camp und diese Woche. Die ganze Woche galt also letztlich der Vorbereitung auf diese Positionen.
Fotos gibt es davon natürlich, ich werde die Tage wohl auch die ersten davon hochladen, zur Zeit habe ich jedoch noch keine zur Hand.

Aber was sind das überhaupt für Aktivitäten, in denen man sich dem Thema “Führerschaft” widmet? Letztlich allerlei kleine Wettbewerbe, in denen eine Koordination der einzelnen Schüler erforderlich ist und in der sich die Chance für eventuelle Führer bietet, ihr Gesicht zu zeigen. Es ging hierbei von Hindernisparkouren mit der ganzen Klasse, über die größte Murmelbahn zu Logikrätseln.
Darüber hinaus gab es noch Vorträge zum Thema Führerschaft von einer größeren Breite an Referenten. Darunter in unserem Fall Schulleiter, Lehrer, Offiziere des Militärs (in diesem Fall parallel im Camp angestellt) und Studenten.

Darauf folgte dann erstmal wieder das – natürlich verlängerte, als hätten wir so schon nicht genügend freie Tage gehabt – Wochenende und nun doch endlich die ersten Schultage. Insgesamt läuft es bisher relativ ruhig an, da am Freitag der Colour’s Day ist, eine Konkurrenzveranstaltung der vier verschiedenen Häuser unserer Schule. Dabei soll das Jahr Dreizehn jedes Hauses ein Motto entwickeln, nach dem sich das gesamte Haus kleidet und an diesem Tag in die Schule kommt. In der Schule wird dann mit einem selbst geschriebenen Lied gegen die anderen Häuser angesungen und anschließend in Sportwettbewerben gegeneinander angetreten.
Ich hoffe, ich kann davon auch einiges an Foto- und Videomaterial organisieren, das zeigt sich jedoch erst am Freitag. Die Organisation jeden Falls läuft in höchstem Gange und lähmt auch den Unterricht zu einem gewissen Grad.
Neu in diesem Jahr sind auch die Komitees für verschieden Aspekte des Schulalltags: für Kultur, Sport, Akademisches, den Ball, den Aufenthaltsraum, die Umwelt usw. Ich bin mir sicher, ich habe mindestens einen Punkt vergessen, aber es gibt wohl in etwa einen groben Überblick, über die Breite dessen, was hier alles angeboten wird. Da Felix und ich das gesamte Jahr hier verbringen werden, haben auch wir uns in je zwei Komitees eingetragen. Meine Wahl fiel auf den Ball und Akademisches.
Auch eine Neuerung dieses Jahr ist der neue Wissenschafts- und Designtrakt auf dem Schulgelände. Ein riesiges Gebäude (zum Vergleich für Schüler der LIO: etwa 1,5 bis doppelt die Größte des Fachraumtraktes inklusive allem Pi-Pa-Po wie Aufzug und 3D-Drucker), das in kaum mehr als einem halben Jahr aus dem Nichts hochgezogen wurde! In Deutschland wird uns Geld für Farbe verwehrt und hier wird in sechs Monaten ein ganzer Trakt hinzugefügt und mit dem Feinsten des Feinsten ausgestattet. Ich bin gespannt, was da noch kommt!

Meine Fächerbelegung dieses Jahr habe ich ja bereits vor einiger Zeit vorgestellt, aber nochmal zur Auffrischung: ich werde mich mit Mathematik inkl. Kalkulus, Englisch, Physik, Wirtschaft und Schauspielerei herumschlagen. Zu letztem Jahr hat sich dahingehend natürlich nicht viel geändert, aber die ultimativen Vorteile dieses Jahr: Vorbildrolle als “Großen” der Schule, mufty (keine Schuluniform), grundsätzlich anderes Verhätlnis zu den Lehrern und – aus meiner Sicht einer der herrlichsten Punkte – in jedem Fach darf auf dem Laptop mitgeschrieben werden! Mit dieser Information hatte sich meine grundsätzliche Motivation dann gleich mal verdoppelt und ich kann nur sagen: ich schaue nach vorne auf ein wunderbares und absolut geniales Schuljahr!

Ich denke mit dieser positiven Einstellung beende ich meinen Eintrag und wünsche euch noch alles Gute und verabschiede mich in Richtung Bett!

Neues Galerie-System

Aloha he,

ich melde mich nochmal kurz zurück. Ich habe mich endlich durchgerungen, meine Galerie zu überarbeiten und somit ist sie jetzt im neuen Format online. Wer die alte Variante so mochte kann gerne einfach wie bisher auf Galerie klicken;
doch wer es etwas genauer eingeteilt haben möchte, kann die Unterseiten benutzen, die ich eingerichtet habe. Insgesamt habe ich das ganze in zehn Kategorien gedliedert, um die Größe der einzelnen Bereich etwas einzuschränken. Manche Dinge überschneiden sich etwa, so zum Beispiel die Abschnitte “Spa Park und Waikato River” und “Mountainbike und Panoramen”, da beispielsweise die Bilder aus dem Spa Park auch vom Mountainbike stammen etc.

Zudem werde ich in der Kategorie “Mountainbike und Panoramen” mehr Bilder hochladen als in meiner Hauptgaleria, um den Platz nicht unnötig mit Landschaftsaufnahmen zuzuspammen. Ich denke, nicht jeder ist in unendliche Bilder vom frischen Grün interessiert. Neue Fotos werde ich in meinen Posts immer mit zugehöriger Kategorie versehen, sollten diese nicht in der Hauptgalerie erscheinen.

So, lange Rede, kurzer Sinn, viel Spaß mit meinem Blog und ich wünsche meinen deutschen Freunden schonmal einen schönen Schulstart!

Neujahr, Silvester und co.

Okay okay, ich melde mich dann auch mal wieder. Es verzögert sich etwas, ich muss es zugeben. Aber gut, legen wir einfach mal los!

Mein letzter Bericht war ja vor Weihnachten und daher denke ich fange ich direkt mal mit den Weihnachtstagen an.
Obwohl hier der 25. Dezember das eigentliche Weihnachtsfest bildet, ging es bei uns schon am 24. los. Das hieß in diesem Falle Treffen mit der mütterlichen Seite der Familie und so kamen hier gegen Nachmittag eine Truppe von einem dutzend Leuten an. Beschäftigt haben Glen – Karens Bruder, in meinem Alter – und ich uns erstmal mit seiner xBox, die er mitgebracht hatte, bis es dann gegen fünf Uhr das große Weihnachts Barbecue gab. Nachdem ich meinen Gastvater davon überzeugt hatte, dass er seine Muscheln wahrscheinlich wiedersehen würde, wenn er sie an mich weitergäbe, konnte es dann auch zu gescheitem Fleisch weitergehen. Continue reading

Golfballtaucher

Golfballtaucher? Klingt komisch, ist aber einfach eine passende Beschreibung für meinen neuen Nebenjob.

Nach dem Windsurfen gestern bin ich an der Lake Taupo Golf Challenge vorbeigefahren. Genauer ist das eine Reihe von kleinen Rasenstücken an einer Klippe vor dem See, von denen aus man Golfbälle auf eine Insel 102m auf den See hinaus schlagen und in eines der drei verschiedenen Löcher treffen muss.
Ich erinnerte mich an eine Erzählung meiner Gastmutter, deren Schwester in ihrer Jugend dort nach Golfbällen tauchte und da ich noch auf der Suche nach einem Ferienjob war, fragte ich einfach mal nach. Es lief dann darauf hinaus, dass ich mich wieder in mein Surfequipment quälte und direkt einen Anlauf startete. Zusätzlich gab es noch Schwimmflossen, Schnorchel, Golfballkorb, Gewichtsgürtel und Helm – immerhin flogen über mir noch Golfbälle – und es ging raus auf den See. Zugegebenermaßen war ein 3mm-Anzug für diese Temperatur etwas zu wenig und nächstes mal leihe ich mir doch vom Besitzer der Challenge einen 7mm aus. Continue reading